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VITA
Thurau at YouTube |
Chronologie
| 1951 | Geboren in Hamburg |
| 1967 | Realschul-Abschluß in Stuttgart |
| 1968-70 | Groß- und Außenhandelskaufmann (Ausbildung mit Abschluß) in Berlin |
| 1970-1971 | Geschäftsführer einer Buchhandlung |
| 1971-1974 | Institut zum Erwerb der Hochschulzulassung in Berlin |
| 1974 | ▪ SS 1974: Erwerb der Hochschulzulassung |
| ▪ WS 1974: Beginn des Studiums der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin | |
| 1972-1982 | Als Musiker, Instrumentenbauer und Kunstmaler in Berlin aktiv (siehe Laufbahn) |
| 1982 | Eröffnung einer eigenen Harfenbauwerkstatt in Ulm |
| 1985 | Initiator und Gründer
(gemeinsam mit Harfenistin H. Rosenzweig) des Vereins Historical Harps
Europe e.V. (vormals „Verein zur Förderung historischer Harfen“) |
| 1985-1989 | Vize-Präsident und Redakteur des Vereins |
| 1986 | ARD – Ausstrahlung des Kurzfilms ‚Der Harfenbauer von Ulm’ |
| 1989 | Beginn der Zusammenarbeit mit der Firma Konzertharfenbau Löffler & Sohn |
| 1990 | Übersiedlung nach Wiesbaden und Studien der Konzertharfen Ernst Löfflers |
| 1992 | ▪ Herstellung der ersten Konzertharfe Modell ‚Art Noveau’ von Thurau |
| ▪ Erfolgreiche Prüfung zum Konzertharfenbauer auf Meisterniveau (Prüfer:Klaus Horngacher) | |
| 1993 | ▪ Die international renommierten Wiener Symphoniker erwerben Thuraus erste Doppelpedal-Konzertharfe Modell ‚Art Noveau’ |
| ▪ Übernahme der Werkstatt Löffler und Gründung des Unternehmens Thurau-Harfenmanufaktur | |
| 1993/1994 | Hauptdarsteller des TV-Films „Chicago-Blues und Harfenträume“ |
| 1994 – heute | Vorträge an Akademien zum Thema ‚Harfen Erards’ |
| Co-Autor des Buches ‚HARFEN’ der Herausgeberin Dr. Droysen-Reber | |
| Belieferung einer großen Zahl von internationalen Museen | |
| 1996 | Ausstellung des neuen Konzertharfenmodells JAVELOT in Tacoma/Seattle, USA |
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Die künstlerische und kunsthandwerkliche Laufbahn von Rainer M. Thurau Nach seiner Umsiedlung nach Berlin erlernte Thurau 1968 den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmann. Nach einem Jahr als Geschäftsführer einer Berliner Buchhandlung erwarb er Sommersemester 1974 seine Hochschulzulassung und begann im Wintersemester 1974 das Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin. Vor und während der Jahre als Kaufmann und Medizinstudent widmete sich Thurau ab seinem neunzehnten Lebensjahr jedoch auch intensiv der Malerei. Sein besonderes Interesse galt dem Impressionismus und dem Pointillismus. Er setzte sich mit den Techniken der Aquarell- und Pastellmalerei auseinander und widmete sich der Portrait- und Landschaftsmalerei. Auf der Suche nach seinem persönlichen Stil halfen Thurau unzählige Studien (Beispiele s.u.) in verschiedensten Maltechniken. |
![]() Faltenstudie auf Thonetstuhl / Sepia |
![]() Oskar Kokoschka / Braunkreide |
![]() Stilleben, Studie in Aquarell |
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Insbesondere während seines Studiums der Humanmedizin widmete sich Thurau mit Hilfe seiner Kenntnisse der Anatomie intensiv der Akt- und Porträtmalerei 1979 wurde Thurau
Mitglied der Berliner Künstlergruppe ‚Bloody Dog’. Die
Künstlergruppe verstand sich als eine stilistisch ungebundene
Gemeinschaft von Malern und Bildhauern, welche sich innerhalb der
Gruppe ohne Zwang entfalten jedoch gegenseitig auch inspirieren
sollten. Beeinflußt von der Pastellmalerei Degas widmete sich Thurau besonders
intensiv dieser Maltechnik. Es entstanden ausdrucksstarke impressive Arbeiten wie das Werk ‚Küste vor dem Sturm’
(1982)
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| In dieser Zeit freundete
sich Thurau mit dem Filmschauspieler Günther Meissner an und lernte
durch ihn sein künsterisches Vorbild, den international bekannten
Maler Johannes Grützke kennen, bei dessen Galerieaufbau er
mitarbeitete. Neben Ausstellungen seiner Arbeiten im Berliner Raum
präsentierte Thurau zwischen 1979 und 1983 seine Werke auch anlässlich
der alljährlichen ‚Freien Berliner Kunstausstellung’ in den
Messehallen Berlins.
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1982 begann Thurau
die Vorbereitung einer Mappe künstlerischer Arbeiten zur Bewerbung um
einen Studienplatz an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Durch seine, parallel
zu seinem Schaffen als Maler ebenfalls intensive Beschäftigung mit der
Musik, insbesondere hier der Barockmusik und der bretonischen/irischen
Folkmusik, kam er auch in Kontakt mit Harfen. 1976 baute Thurau seine
erste Harfe. In der Werkstatt eines befreundeten Instrumenten-bauers
begann er die Herstellung von Harfen zu intensivieren. Bereits zu
diesem Zeitpunkt führte er, mit Erlaubnis des Berliner
Musikinstrumenten Museums, Vermessungen an französischer Pedalharfen
des 18.Jahrhunderts im Museum durch. |
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Die Harfe bot
Thurau die Vielfalt künstlerischer ‚Disziplinen’ welche er immer
angestrebt hatte: Musik, künstlerische Gestaltung,
musikwissenschaftliche Forschung, ikonographische Studien sowie
kunsthandwerkliches Schaffen. Ergo entschloß sich Thurau Ende 1970 sein, bis dahin parallel zu allen seinen künstlerischen Aktivitäten weiterbetriebenes Hochschulstudium der Medizin zu beenden und sich endgültig dem Kunsthandwerk Harfenbau zu widmen. Sein Ziel: Die Renaissance, Rekonstruktion und Rekreation historisch authentischer Harfen welche in Deutschland zu dieser Zeit wenig bekannt waren und auch in Europa von kaum einem Musikinstrumentenbauer hergestellt wurden. Bis Ende 1982 arbeitete er in einer Gemeinschaftswerkstatt in Berlin. Im Frühjahr 1983 eröffnete Thurau in Ulm a.d.Donau seine eigene Werkstatt und erweiterte seine Aufgabengebiet mit der Restaurierung von Pedalharfen des 18. und 19. Jahrhunderts. |
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Europaweite Studien in Museen und Gemäldesammlungen vervollständigten sein Wissen welches er auch an musikwissenschaftlichen Akademien vorträgt. 1985 gründete er mit
einer renommierten Harfenistin den international tätigen Verein „Historical
Harps Europe e.V.“ (vormals „Verein zur Förderung Historischer Harfen
e.V.“) in welchem er vier Jahre lang die Position des
stellvertretenden Vorsitzenden und des Redakteurs innehatte. |
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In der Zeit von 1990 – 1992 studierte er intensiv die Konzertharfen Ernst Löfflers und erkannte, dass Ernst Löffler in den Jahren 1948 -1976 eine kleine und exklusive Stückzahl von Konzertharfen hergestellt hatte, deren mechanische Präzision, bauliche Statik und handwerklichen Verarbeitung in einer derart hohen Qualität bisher von keinem anderen Harfenbauer weltweit erreicht worden war. Thurau nahm die Herstellung dieser Harfen wieder auf und und fertigte 1992 seine erste Konzertharfe basierend auf ein Modell Löfflers.
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Seit Thuraus Übernahme der Firma Löffler und Gründung der Thurau-Harfenmanufaktur werden in seiner Manufaktur weiterhin nur kleine Stückzahlen exklusiver Konzertharfen höchster Qualität und äußerst anspruchsvollem Design gefertigt. Im Gegensatz zu dem Expansionsbedürfnis und Massenfabrikation vieler internationaler Harfenfabriken legt Thurau Wert auf die traditionelle Handfertigung von Harfen aller Art. Absolute Priorität hierbei sieht Thurau in einer unübertrefflichen Akustik. Jedes einzelne Instrument, moderne Konzertharfen wie historische Rekonstruktionen, werden individuell für Auftraggeber gefertigt. Jedes seiner Harfen ist technisch und optisch ein Unikat. Heute ist Rainer M. Thurau
der einzige Harfenbauer weltweit, welcher sich derart umfangreich nahezu allen
Bereichen des Harfenbaus widmet: |
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